Körperbau einer Katze













Körperbau


Katzen sind Hochleistungssportler, durchtrainiert bis in die Krallenspitzen. Etwa 240 Knochen bilden das Grundgerüst des Körpers. Der Schwanz und die Wirbelsäule ermöglichen der Katze eine unglaubliche Flexibilität. Bewegungsfreiheit und Bewegungskraft - beides in einem - bilden das Grundprinzip der Wirbelsäule. Auch das Bauprinzip des restlichen Körpers basiert darauf, dass auf sichere Verankerungen von Knochen und Gelenken verzichtet wurde, um eine größtmögliche Beweglichkeit zu erzielen. Dabei sind Katzen keine Muskelprotze. Ihre nicht übertriebenen dafür effektiven Muskeln bilden zusammen mit den Wirbeln eine superelastische, raffinierte Konstruktion. Deshalb kann eine Katze unter anderem auch im Sprung ihren Körper so wenden, dass der Sprung noch korrigiert wird. Der Schwanz mit seinen rund 20 Wirbeln ist dabei wichtiger Balancierstab und Steuerungsinstrument.

Fell


Die Katze trägt legere, elastische "Kleidung" - Haut und Fell liegen nicht eng am Körper. Dies ermöglicht ihr, bei Kämpfen vor Bissen gut ausweichen zu können. Fell und Haut sorgen außerdem dafür, dass die Körpertemperatur stets zwischen 38 und 39 Grad Celsius gehalten wird. Die Haarlänge ist je nach Tier und Rasse verschieden. Normalerweise besteht das Fell aus kurzer Unterwolle, langen Leithaaren und den Grannen bzw. Oberhaaren, die das Deckhaar bilden und das herrlich glänzende Fell der Katze ausmachen. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird das Haar bei freilaufenden Katzen gewechselt. Die Wohnungskatze verliert das ganze Jahr über Haare. Sie sollte von Zeit zu Zeit in ein nicht beheiztes Zimmer oder auch an kälteren Tagen auf den Balkon gelassen werden, damit der Fellwechsel verstärkt wird. Pigmenteinlagerungen im Fell verleihen dem Fell die vielfältige Farbenpracht.

Krallen und Pfoten


Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stoßdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.

Gebiss


Das Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen größerer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus, mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.

Beweglichkeit


Die Beweglichkeit der Katze ist einmalig, nicht zuletzt auch durch ihren elastischen Körperbau. Eine Katze gilt beim Klettern sowohl als "Schwielen als auch als Krallenkletterer". Für steile Bäume benutzt sie ihre Krallen. Eine weitere Disziplin, die die Katze meisterhaft beherrscht, ist der Zielsprung. Sie springt ohne Anlauf vom Fußboden auf die Fensterbank oder eine hohe Mauer hoch. Nicht nur, dass sie dabei ihr Ziel präzise anvisiert, sie besitzt auch eine beeindruckende Körperbeherrschung und einen faszinierenden Gleichgewichtssinn. Der gekonnte Mauersprung ist dabei eine Frage von Spannkraft und Muskeln.


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